Preisträger 2015

Wohnbauten privat - E23 Haus RF

Ein Haus in solch schöner, sanfter Hanglage zu planen, scheint nicht schwierig. Die Herausforderung: Aufenthalts- und Schlafbereiche richtig positionieren, gezielte Ausblicke und erweitertes Wohnen im Freien ermöglichen.

Wohnbauten privat - E22 Holzschnitt

Seine schlichte Form ohne Dachvorsprünge, gleich einem Bauklotz im Holzbaukasten, macht dieses Heim für eine Jungfamilie zum Archetypus eines Hauses. Es will sich in eine bestehende Hofanlage mit ganz unterschiedlichen Bestandsobjekten einfügen und zeigt keinerlei Extravaganzen – mit Ausnahme der Fassade, die ein Blickfang ist.

Wohnbauten mehrgeschossig - M07 Pflege-Wohnheim Peter Rosegger

Das Pflegeheim ist der erste Neubau auf einem ehemals militärisch genutzten Areal im Grazer Westen, sein städtebauliches Umfeld heterogen. Das erklärt den Entwurf der kompakten, autonom wirkenden Form – ein zweigeschossiger Baukörper über einer nahezu quadratischen Grundfläche mit Einschnitten und nach innen gerichteten kleinen Höfen.

Gewerbliche Bauten - G15 Parkcafe Gralla

Ein kleines Caféhaus, von der Gemeinde errichtet, um an der Stelle eines geschlossenen Dorfgasthauses den Ortskern wieder zu beleben. Die Bauaufgabe löst der Architekt, indem er an den Rand des Parks einen Solitär stellt, der sich, wenn auch nicht größer, doch deutlich abhebt von der ihn umgebenden Bebauung.

Kommunalbauten - G21 Kindergarten und Kinderkrippe Stallhofen

Nicht jeder neue Kindergarten zeigt Qualitäten des Bauens für die Kleinsten so deutlich wie dieser. Auf einer Ebene wurde hier das angestrebte pädagogische Konzept von Offenheit und Förderung der Selbstständigkeit sorgfältig und präzise umgesetzt.

Ingenieurbau - G12 Skywalk Bahnhof Zeltweg

Die Aufgabe, bei laufendem Bahnbetrieb eine so lange Überbrückung eines Gleiskörpers aufzubauen, war sicher eine Herausforderung.

Landwirtschaftliche Bauten - L12 Landwirtschaftliches Gebäude, Fam. Franz ZÖHRER

Das Stallgebäude besticht durch seine einfache und saubere, in überlieferter zimmermeisterlicher Tradition hergestellte Form und Ausführung in ungehobeltem Vollholz.

Besser mit Holz - B05 Klausur Benediktinerstift St. Lambrecht

Der jüngste Umbau der ehemals kargen, überhohen Raumzellen der Mönche zeigt es bis ins Detail: Eingriffe in historisch wertvolle Bausubstanz können nur gelingen, wenn man sich dem alten Gemäuer mit Achtung und Fingerspitzengefühl nähert.

Handwerk - E13 Um- und Zubau Haus PP

Es mag auf den ersten Blick erstaunen, dass der Handwerkspreis einem Zubau zuteil wird, der die Vorzüge des modernen Holzbaues mit den Möglichkeiten des Betons in Verbindung bringt.

Innovation - M08 Passivhaussanierung Graz

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: Es steckt viel Holz in diesem Tragsystem.

Wahrscheinlich ist es so, dass es nur deshalb ausgeführt werden konnte – eben weil es aus Holz ist; kombiniert mit Know-how und Technik aus der Steiermark in einem zukunftsträchtigen Betätigungsfeld, noch dazu geeignet zu einer sauberen Umwelt beizutragen.

Es geht um die thermische Sanierung von Gebäuden mit Bedarf, von denen es hunderte im Land gibt. Nicht immer wurde und wird diese Aufgabe in einer verantwortungsbewussten Weise umgesetzt.

Das prämierte Objekt bildet hier eine Ausnahme: Auf einigen wenigen Verbindungen aufgesetzt und damit „plug-andplay“ fähig, kann mit dem innovativen und flexiblen System dem Gebäude nicht nur in kürzester Zeit eine neue wärmende, energiegewinnende und optisch ansprechende – thermische – Hülle verpasst werden.

Es bietet zudem auch die Möglichkeit die Haustechnik und Leitungsführung in geordneter Weise in die bestehende Struktur einzubinden und für eine Wartung von außen zugänglich zu machen. Altstände erhalten so ein „fresh-up“ und können damit wieder einen Beitrag zur qualitativ hochwertigen Wohnraumschaffung leisten.

Publikumspreis - L09 Ottersbachmühle

Nach der liebevollen Sanierung steht die 400 Jahre alte Ottersbachmühle in der Südoststeiermark wieder wie neu da.

Dieses außergewöhnliche, historische Bauwerk soll langfristig für die Nachwelt „ein lebendiges Wahrzeichen“ für die Region werden. Aus diesem Grund wurde bereits bei der Sanierung darauf bedacht, dass eine barrierefreie Erschließung gegeben ist und diese wundervollen Räumlichkeiten der Öffentlichkeit zugängig gemacht werden.